Ukraine 4.12.18 Erster Tag

Heute morgen um 08:45 war Aufbruch. Wir haben 20 Pakete mit Lebensmitteln in unseren Bus gepackt und einige Weihnachts Pakete für Kinder.

Zuerst haben wir Timea, eine unserer Helferinnen Zuhause abgeholt. Mit Ihr zusammen als Übersetzerin haben wir die ersten fünf Familien beschenkt.

Die Frauen waren allesamt Alleinerziehend weil Sie ihre Ehemänner entweder verlassen haben oder diese auf Nimmerwiedersehen verschwanden. Tolle Geschichten die uns diese Frauen jeweils erzählt haben.

Wir geben diesen Familien auch einen kleinen Betrag in Geld ab, 600 Hrywnia umgerechnet ca. Fr. 25.- was für uns nicht viel, für Sie aber sehr hilfreich ist. Eine Tafel Schokolade etwa kostet 16 – 22 Hrywnia.

Trotz ihrer Armut lassen Sie es sich jeweils nicht nehmen uns fürstlich zu bedienen. Das Essen ist sehr schmackhaft und die Frauen verstehen es zu Kochen! Meistens werden Speisen mit Kohl und Sauerkraut zubereitet.

Dabei wird Rahm, Zwiebeln und allerlei Gewürz verwendet. Auch Fleisch, meist Huhn und Schweinefleisch. Aber auch Gerichte in denen Fisch zugegeben wird sind sehr lecker. Alles Speisen die wir mehrheitlich bei uns nicht kennen.

Am besten schmecken mir komischerweise die Suppen. Borschtsch ist so eine Suppe, zubereitet mit allerlei Gemüse und etwas Fleisch, himmlisch!

Aber bis am Abend kann ich kaum mehr etwas davon essen. Zu vollgefressen fühle ich mich dann! Weil zu allem andern bei fast jedem Besuch auch noch Süssigkeiten und Saft, Tee oder Kaffe serviert wird. Nicht zuzugreifen gilt als unhöflich!

Am Nachmittag haben wir Timea die übrigens im siebenten Monat schwanger ist! wieder zuhause abgesetzt.

Unsere nächste Übersetzerin hiess Luda. Sie ist es auch die uns jeweils am Anfang und am Schluss beim Grenzübertritt behilflich ist. Sie unterrichtet an einer Staatlichen Schule das Fach Englisch.

Unsere Übersetzerinen dolmetschen allesamt die Ukrainische Sprache ins Englische. Zum Glück ist das für mich kein grosses Problem.

Nun fuhren wir kreuz und quer durch Ushhorod und besuchten nochmal etwa 12 Familien. Um 21:00 Uhr war endlich Schluss und wir kehrten zu unseren Gastgebern zurück.

Morgen werden wir zuerst Lebensmittel für das Heim in Wirschani (muss morgen nachfragen wie es richtig geschrieben wird) einkaufen gehen.

Dorthin fahren wir am Donnerstag. Das Heim ist weit hinten in den Bergen und ich hoffe, dass uns das Wetter gnädig sein wird.

So, nun muss ich schlafen gehen, weil wir auch morgen wieder lange unterwegs sein werden. Ich poste noch ein paar Fotos gleich hier.

Herzlichst Euer Swiss

Unser Lebensmittel LagerEin Zigeuner der uns jeweils erwartet wenn wir bei einer Familie vorbeischauen. Keine Ahnung woher er jeweils weis das wir kommen! Die Dame mit dem Bäuchlein ist unsere TimeaNachfolgend einige Eindrücke der Familien die wir jeweils besuchen. Eines der Häuser in denen diese Familien zusammengepfercht wohnen. Das rechts ist Luda mit einer Dame die uns begleitet. Ein unglaublich reichhaltiges Nachtessen!

Auch das eine Behausung wie wir sie oft antreffen!

2 Kommentare zu „Ukraine 4.12.18 Erster Tag“

    1. Das ist wahr und es erfüllt mich mit Freude und Dankbarkeit diese Arbeit tun zu können. Nicht alle können den Anblick dieses Elends ertragen. Um so mehr sind wir, die es aushalten können aufgefordert hier hinzuschauen und alles zu tun um zu helfen. Jedes noch so kleine Geschenk hilft diesen Menschen den Glauben an das Gute nicht ganz zu verlieren.

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