Camino Tag achtundzwanzig

Die Nacht in Foncebadón war etwas unruhig für mich. Ich hatte zwar ein Einzelzimmer aber es war so schlecht isoliert man konnte alles hören. ( Mich wohl leider auch 🤗) Hauptsächlich die Türen knallten jeweils recht laut. Dann war mein Nachtessen wohl etwas zu fettig. Es lag mir die ganze Nacht auf dem Magen.

Am morgen kam ich fast nicht hoch. Zu meinem leidwesen schmerzt mein rechter Fuss. Ich habe Schmerzen wenn ich über die Zehen abrolle. Ich hoffe, dass sich das wieder legt. Nach etwa einer Stunde laufen wurde es besser. Heute Abend kann ich wieder kaum auftreten. Na ja, irgendetwas muss einfach schmerzen, so weis man das noch alles dran ist!

Es war ein strenger aber wunderschöner Tag. Der Abstieg vom Berg über 1200 Meter nach unten erinnerte stark an den AT. Es waren einige steile und mit Steinen übersäte Streckenabschnitte dabei. Einfach die schönen alten Dörfer die wir durchquert haben gabs auf dem Trail nicht.

Die Strecke war mit 28km auch recht lang. Zum Schluss erreichte ich Ponferrada. Es scheint eine recht grosse Stadt zu sein. Sie ist über 4km lang und hat viele Aussenquartiere.

Am Schluss erlebte ich mit meiner Unterkunft eine wirklich tolle Überraschung. Ich bin stolzer Mieter einer ganzen Suite! Und das zum Preis von 60€ inkl. Frühstück! Das Zimmer hat Klimaanlage, eine vollständige Küche mit Mikrowellenherd und eine unglaubliche Regendusche. Ich war richtig platt als ich meine Bleibe sah.

Da bin ich gleich zurück zur Rezeption um nachzufragen ob ich das Zimmer gleich für zwei Tage haben könne. Ich kann! Damit mache ich hier meine wohl letzte Pause vor Santiago de Compostela. Heute habe ich nämlich auch die zweihunderter Grenze erreicht. Es sollte möglich sein in ungefähr acht Tagen dort einzutreffen. Das würde heissen, dass ich so um den 21 Juli an meinem Ziel ankommen könnte.

Es war bisher eine echt tolle Zeit die nur allzuschnell vorbei geht. Aber ich vermisse meine Familie, meine Freunde und ganz besonders meine Santina ganz fest. So freue ich mich riesig auf den Moment an dem ich meinen Schatz in die Arme nehmen und so richtig knuddeln kann 😁

Auf den letzten zweihunder Kilometern werden noch einmal ein paar hundert Pilger mehr unterwegs sein. Es ist ja so, wenn man die Compostela (Urkunde) will, muss man nur die letzten einhundert Kilometer nach Santiago de Compostela laufen oder zweihundert mit dem Rad. Bedingung sind für zu Fuss gehenden sind zwei Stempel pro Tag im Pilgerpass .

Daher herrscht von nun an wohl Gedränge in den Unterkünften und teurer dürfte es auch werden.

Eigentlich ist heute der echte Jakobsweg zu Ende und es beginnt der kommerzielle Teil. Mal sehen wie schlimm es wird. Fertiglaufen werde ich trotzdem.

Das wars mal wieder vom Camino de Santiago für heute. Einen lieben Gruss an alle aus meiner Luxus Suite 🌹

Euer Swiss

7 Kommentare zu „Camino Tag achtundzwanzig“

  1. Jitz aber..ds Ziu scho fasch vor Ouge! Tja..mir isch bim Aluege vo dine Fotos ds Lied“ es fährt ein Zug nach nirgendwo“
    i Sinn choh! Ig hoffe, dass sech der Färseschporn wider beruehiget..was wettis de süsch si?! Gniess dini Suite u häb dir Sorg!

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    1. Nop, der Färsesporn schiint rueh z‘gäh. Es isch im Bereich vo de Zehen wos extrem weh tuet. Ew nig übere Vorfuess abrolle de geits nid ohni Schmärz. Ha ke idee was das chönnt si. Uf Zehenspitzen stah geit ächt gar nid rächts. Nu itze ha nig e Tag Zyt mi z‘erhole. De gseh mir witer. Liebe Gruess us Ponferrada.

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  2. Hallo Swiss
    Korrektur: Du musst nur die letzten 100km für die Compostela laufen (oder 200km mit dem Rad oder auf einem Gaul).
    Weiterhin Buen Camino!
    Jürg

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