Camino Tag fünfzehn

Zwei Wochen laufen auf dem Camino sind bereits vorbei. Kaum zu glauben wie schnell die Zeit vergeht!

Gestern in Burgos war die Hölle los! Die ganze Nacht wurde in der Stadt gefeiert. Um halb zwölf, ich war seit über einer Stunde am Schlafen gings richtig zur Sache!

Mit einem Riesengetöse wurde in der Stadt ein Feuerwerk in den Nachthimmel geschickt. Über zwanzig Minuten dauerte der Spuk. Ich war natürlich hellwach und hatte mühe wieder einzuschlafen. Auch weil lauthals grölende Gruppen bis am Morgen durch die Qartiere zogen.

Entsprechend müde war ich als um halb sieben das Handy mich aufweckte. Bis ich geduscht und gefrühstückt hatte war es fast halb neun. Zum Glück standen heute nur 21km an.

Endlich zeigte sich auch die Sonne wieder und es wurde wieder recht warm. Die Gegend wurde immer faszinierender, keine Strassen und fast keine Dörfer mehr. Ich war endlich wieder in der reinen Natur angekommen.

In div. Reiseführern wird dieser Teil des Jakobsweges als langweilig dargestellt. Ich kann dem keineswegs Zustimmen! Es ist der Pilgerweg wie ihn so viele vor uns als den ursprünglichsten Weg kennenlernten.

Ich freue mich auf jedenfall auf den endlosen Horizont an dem sich unser Weg grandios verliert. Es ist ein erhabenes Gefühl in die Unendlichkeit zu gehen.

Dies ist eine Sache die der Camino dem Appalachian Trail voraus hat. Dort sah man meist nur die nächsten paar Meter Wald vor sich. Eigentlich darf man die zwei Weitwanderwege nicht miteinander vergleichen

Ausser dem befreienden Gefühl das sich bei der langen Zeit des zu Fuss gehens einstellt. Ich hoffe Euch etwas von meiner Begeisterung herüberbringen zu können.

Das wäre mein grösster Wunsch, dass mein Geschreibsel möglichst authentisch daherkommt. Darum schreibe ich auch jeweils gleich nach meiner Ankunft, wenn die Eindrücke noch frisch und ungetrübt sind.

Heute Abend nächtige ich mal wieder in einem Massenlager, bevor ich morgen zwei Tage in eine Topunterkunft einziehen werde! Ich freue mich sehr auf den morgigen Tag und die tolle Unterkunft am Abend.

Jetzt muss ich mich langsam sputen weil hier sind feste Zeiten fürs Nachtessen an die man sich zu halten hat. Fast wie damals in den Ferienlagern unserer Schule! 😂

En guete Znacht und bis morgen!

Euer Swiss

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