Camino Tag sieben

Ich gebe es zu, gestern habe ich in meiner Unterkunft den Match Iran – Spanien verfolgt. Während eines feinen Nachtessens inmitten von Spanischen Gästen. Es war ein Gaudi ihnen zuzusehen. Patriotischer geht wohl gar nicht! Bin bloss froh haben sie gewonnen.

Heute also nur 20km, obschon es dann mit Unterkunft suchen eher 25km waren. Es war wiederum brutal heiss, möglicherweise noch wärmer als gestern.

Nur diesmal habe ich den Fehler von gestern nicht wiederholt. Wenn immer möglich habe ich mich mit Flüssigkeit aufgefüllt. Ich habe mehr Treibstoff verbraucht als so ein Amifass aus den sechzigern.

Auf die 20km verbrauchte ich gut und gerne 7 liter, macht auf hundert satte 35 liter. Irgendwie hat unser Schöpfer da seine Hausaufgaben nicht gemacht. Andererseits läuft ein Motor auch noch mit 100 Grad. Bei uns ist bei einer Betriebstemperatur von 40 Grad Schluss.

Entschuldigung für den Ausrutscher in die Physik. Aber unseren Körper unter 40 Grad zu halten bei einer Umgebungstemperatur von über 36 Grad ist schon eine beachtliche Leistung unseres Körpers. So gesehen ist die Genialität unseres Konstrukteurs unbestritten.

Um beim Thema zu bleiben, der heutige Weg zeichnete sich durch wiederholte kurze aber überaus knackige Ups and Downs aus. Zusammen mit der Backofenhitze eine tolle Herausforderung für uns Pilger!

Auch ich habe mich ganz schön anstrengen müssen. Aber ganz so ausgepowert wie gestern bin ich zum Glück nicht. Morgen gibt es nochmal einiges zu laufen. Dann werde ich zwei Tage Ruhe einschalten.

Meine Kraft schwindet mit jedem Tag ein wenig mehr. Aber morgen werde ich mich bereits der zweihundert Kilometer Marke annähern. Das muss vorerst genügen, es ist ja kein Rennen!

Ich wünsche auch Euch einen guten letzten Tag vor dem Wochenende.

Bis morgen 💕

Euer Swiss

2 Kommentare zu „Camino Tag sieben“

  1. Hallöchen! Ig finde diner Gedanke zur Physis beachtlech! Bedenke: äs Outo cha nid schwitze..du aber scho! So gseh hei bi dere Hitz u Aaschträngig scho 7 Liter Flüssigkeit Platz, ohni dass du usgsehsch, wie ne WM-Böle! Uebrigens: morn Aabe schpile
    d’Schwizer gäge d’Serbe! Villicht fingsch äs paar CH-Pilger, wo das Schpiu o wette luege?! Ig wirdes uf aui Fäu luege!
    Wünsche dir für morn nümme eso ne Hitz u guets Loufe..tschüüss!

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    1. CH Pilger habe ich bis jetzt nur 3 getroffen… und das waren erst noch erste und zweite Generationen ausgewanderter Spanier. Drei mal darfst Du raten für wen die Fanen! Die Schweiz jedenfalls spielt da höchstens die zweite Geige. Übrigens ein Auto gat sehr wohl eine Kühleinrichtung. Den Wärmetauscher in der Front. Ohne den geht gar nichts. Bloss wird der mit Luft durch den Fahrtwind und den Ventilator gekühlt. So schnell kann ich nicht laufen 😛 und mit Ventilator würden wir ganz schön blöd daherkommen. Häbs guet u e Gruess us Legorño

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