Tag 72

Ein weiterer schweisstreibender Tag ohne Regen. Ich spüre immer mehr wie überfordert mein Körper ist.

Auch mental habe ich grösste Schwierigkeiten mich zu motivieren. Ich komme nur noch sehr schleppend voran und brauche viel häufiger Pausen.

Ich weis, dass alles klingt sehr negativ. Trotzdem habe ich immer noch freude an der Natur auf diesem Trail. Nur mein Körper will nicht mehr so recht mitmachen.

Für die 22km heute benötigte ich fast 11 Stunden. Dies weil hier in Pennsylvania alles noch extremer geworden ist. 

Und gemäss erfahrener Hiker werde es noch härter. 

Aus diesen Gründen meine treuen Follower habe ich heute Abend schweren Herzens den Entschluss gefasst dem ganzen ein Ende zu setzen. 

Ich werde hier in Waynsboro den Trail endgültig verlassen und meinen Traum vom Thruhike begraben.

Man muss ehrlich zu sich sein und akzeptieren wenn es nicht mehr weitergeht. 

Es war ein aussergewöhnliches Erlebnis, dass ich keinesfalls missen möchte. Es hat mir aber auch meine persönlichen Grenzen aufgezeigt. 

Ich bin nicht enttäuscht aufgeben zu müssen. Ich brauche mich auch nicht zu verstecken. Immerhin habe ich 1000 km dieses anstrengenden Trails geschafft.

Ein letztes mal werde ich Fotos hochladen die Euch den ganzen Zauber des Appalachian Trails nochmal vor Augen führen sollen. Aber auch die andere Seite, die, die in den Berichten immer ausgelassen wird.

Ich werde noch einige Posts hochladen bis ich wieder zuhause bin. Und dann freue ich mich darauf mich persönlich bei Euch allen zu bedanken die Ihr mir in all der Zeit gefolgt seid. Herzlichen Dank dafür!

Ein herzliches Dankeschön aus Waynsboro 

Euer Swiss 

Autor: Swiss

Meine Leidenschaft ist Lesen, Schreiben, Laufsport, Weitwandern, Natur, Menschen, andere Kulturen und Lebensweisen. Ich bin Neugierig und offen für alles. Das Paradies ist immer noch in uns allen, wir müssen es nur zulassen.

11 Kommentare zu „Tag 72“

  1. Hey Roli

    Nime mir wieder mau d zyt um dir z schribe. Merci übrigens für dini schöni Charte, i ha mi sehr drüber gfröid u ganz schöni Fotos hesch gmacht 👍🏼
    Es isch gäng spannend z läse was su so erläbsch. Bi üs isch im Momänt viu los aber d Ferie si i grifbarer Nächi.
    Hesch du di scho definitiv entschide ob du wirsch witer loufe?
    Häbs guet u häb dr sorg.

    Liebs Grüessli Daniela🌼

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    1. Hoj Daniela, wie hesch es gha in Budapest? Ig bi im Momänt ir nöchi vo New York u übernachte hie. Morn gah nig mis Züg go hole in Delaware Water Gap. Das ha nig derthäre gschickt damit ig chli weniger ha müesse buggle. U so öppe am Mäntig sött dr Flug zrügg müglech si. Im Blog ha nig ja chli beschribe was d’Gründ für mini Entscheidig si. Bis gli, freue mi Euch wider einisch chönne z’knuddle 😁

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  2. Hey Swiss, das si ja News! I finge di Entscheid sehr gut und du chasch i zwöierlei Hinsicht stouz uf di si. Erstens uf dini grandiosi Leischtig wo sicher niemer vo üs hie gschafft hätti u zwöitens das du dr richtig Zytpunkt zum ufhöre fingsch👍🏼 Gränze akzeptiere isch nid eifach u brucht o Muet..so chasch du dis Abentür o i gueter Erinnerig bhaute. Gniesses no u chum guet hei, fröie mi uf di! Liebe Gruess Anita

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    1. Bi gead ir nöchi vo New York acho! Morn gah nig mis Zügs go hole in Delaware Water Gap u de hoffe nig das ig Bscheid überchume wenn das ig cha zrüggflüge. Vermuetlech so am nächschte Mäntig. Ig freue mi o mini chlini Schwoscht wider einisch z’gseh. Bis denn tschau Sorella see you soon

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  3. Hallo Roli
    Gestern waren wir mit Santina am Konzert vom Pop-Gospelchor, welcher Markus Inauen dirigiert. Das Konzert war megaschön. Anschliessend haben wir noch zusammen im Rössli gegessen. Santina hat uns erzählt, dass du den Trail verlassen und nach Hause kommen willst. Ich finde deinen Entscheid richtig, du gibst offen und ehrlich zu, dass du an deine Grenzen gekommen bist. Was du geleistet hast ist grossartig, du kannst stolz auf dich sein. Wir freuen uns, wenn wir dich in Richigen wieder sehen und du von deinen Erlebnissen erzählen kannst. (Bei einem Essen im Rössli-Gärtli). Wir wünschen dir noch schöne Tage in den USA und eine gute Heimkehr. Bis bald.
    Liebe Grüsse
    Christine und Jakob

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  4. Hi Swiss! So schade: Aber du kannst stolz sein auf die 1000 km die du geschafft hast. Das soll dir mal einer nachmachen! Schade finde ich nur, dass ich jetzt keine so interessanten Berichte mehr lesen kann. Vielen Dank, dass ich deine Reise begleiten durfte.
    Die Fotos sind auch toll! Wo kommen auch all die vielen Steine her?????
    Geniesse noch die Zeit in den USA! Du bist ja in der Nähe von Lancaster und Philadelphia, Wir waren letztes Jahr da auf unserer Amerikareise bei den Amish und es war sehr interessant!! Also, erhol dich erst mal gut und bis vielleicht schon bald! :-)! Liebe Grüsse aus dem auch heissen Wil

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    1. Ich bedanke mich bei Dir! Dafür das Du mir in all der Zeit gefolgt bist. Es hat mich immer wieder motiviert in Zeiten in denen es gerade nicht so gut lief. Dank dafür. Und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Dir und Kurt. Bis dahin alles gute und ich melde mich.

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  5. Hallo! Grad han’ig Dini Blogs gläse, u bi chlei erchlüpft, dass Du der Trail wosch verlah! Ha ds Gfüehl gha, Du heigisch nach de
    Zerodays in Harpers Ferry wider d’Motivation gha, für witers z’mache…trotzdäm.. ig verschtah Di guet, wenn Du jitze der Entschluss
    gfasset hesch ufzhöre! Das isch sicher nid eifach u bruucht ä gwüsse Muet! Aber Du hesch ja bis jitze äso viu erläbt..das nimmt Dir niemer meh!! Härzleche Dank für die viele schöne und iidrückleche Fotos! Ig wünsche Dir ä guete Abschied vo de USA und ä problemlosi Heireis!

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    1. Es stimmt, nach Harpers Ferry war ich hochmotiviert. Aber der unerwartet schwierige Verlauf des Trails hat mich sehr überrascht. Und es wurde mir klar, dass ein weitergehen mit hohen Risiken verbunden sein würde. Das einzugehen war ich nicht mehr bereit. Auch weil ich Santina versprochen habe abzubrechen wenn es für mich zu gefährlich wird.
      Ich freue mich Dich und alle anderen die mir gefolgt sind wiederzusehen. Bis dann, ich melde mich.

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