Tag 11 nw

Der Tag ist zwar noch nicht zuende, aber ich habe noch viel vorzubereiten für morgen. Um 09:00 holt mich ein Shuttle ab und bringt mich zum Trailhead.

Heute war ich auf der Post um einige Sachen aus dem gebouncten Paket zu holen und dafür anderes einzupacken.

Da das Wetter und die Temperaturen für die nächsten drei Tage nicht sonderlich gut aussehen, benötige ich die lange Hose und die feste Regenjacke.

Das Packet war auch tatsächlich da und ich habe die Sachen herausfischen können. Eingepackt habe ich zb. WC Papier. Wieso das? 

In den Supermärkten sind die Packungen konsequent auf Familien mit min. 10 Kindern ausgelegt. Und ich bin es leid, an jedem Zero haufenweise Zeugs welches ich zuviel habe liegenlassen zu müssen. 

Das kommt jetzt in die Bauncebox die ich zum nächsten Postamt bounce wo ich meinen nächsten Zero plane.

Der ist übrigens Waynesboro. Am Sonntag müsste ich dort eintreffen wenn alles gut läuft.

So werde ich mich dort mit WC Papier aus meiner Box eindecken und gleich noch Zucker und Teebeutel auffüllen.

Mit der Zeit lernt man wie man am besten durchkommt. Und ich hatte beim planen meines Abenteuers gedacht mir Waren aus der Schweiz zustellen zu lassen.

Nach meinen jetzigen Erfahrungen ein aberwitziger Gedanke. Sorry Anita, dass ich Dich vergeblich angefixt habe. Aber Deine Bereitschaft diese Logistik zu übernehmen war mir viel wert 😍, Dank dafür!

Jetzt werde ich also noch einmal alles durchgehen und sehen ob nichts vergessen ging. 

Auf dem Trail kann es äusserst mühsam sein wenn zb. Geräte nicht geladen sind oder das Gas zum kochen nach 2 Tagen ausgeht. Auch fehlendes WC Papier bringt Dich in peinliche Situationen.

Beim letzten Trip hat sich meine Stirnlampe verabschiedet. Sie war ja auch schon 10 Jahre alt. Lästig wenn man nachts auf Toilette muss. Klar gibts noch das Handy, aber wir Männer brauchen fürs Geschäft nunmal beide Hände 😝 Fürs Zelt aufstellen übrigens auch.

Das sind so die Kleinigkeiten die einem das Leben auf dem Weg schwermachen können. Merke: hast du was vergessen musst du alleine damit klarkommen. Shops gibts keine in der Wildnis 😟

Also, die nächsten 5 Tage werde ich nach meiner Erfahrung wohl nur selten Empfang haben. Ich melde mich sowie ich irgendwo in diesem hochtechnisierten Superland eine Handyantenne anpeilen kann.

Bleibt mir bitte trotzdem gewogen. Ich werde Euch wieder mit Lesefutter versorgen sobald es geht; versprochen!

Euer Swiss 

4 Kommentare zu „Tag 11 nw“

  1. Hi Swiss! Dein Bericht tönt ja so richtig professionell, man merkt, du kannst schon auf einige Erfahrungen zurückgreifen. Jedenfalls wünsche ich dir tolle Tage und liebe Wegbegleiter!

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  2. Was isch de es „bouncets“ Paket?

    Ah das isch guet müglech, dass es WC-Papier nume i risige Packige git =P Ir Schwiz hei mir ja ou immer rächt grossi Packige (aber nid grad fürne Familie mit 10 Ching XD)

    Hehe im Nachhinein isch me immer schlauer. Isch äue gar nid so eifach die Päckli us dr Schwiz rächtzitig a richtig Ort z schicke =S

    Isch dir ds WC-Papier oder ds Gas mau usgange?! =O

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    1. Bauncen heisst man gibt ein Packet als Thruhiker auf an eine nächste Poststelle. Dort bleibt es bis man entweder hingeht, es öffnet, Ware ein oder auspackt und es weiterschickt. Oder man lässt es ungeöffnet an den nächsten Ort wo man denkt man könnte etwas daraus brauchen, senden. Das kostet dann nichts. Die Post bewahrt das Packet 6 Monate oder so auf und sendet es dann an die Adresse die man als Heimadresse angegeben hat. Alles klar? Das hat den Vorteil, das man zb. Wintersachen oä. nicht im Rucksack schleppen muss.

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